Christoph Grüder, Adobe InDesign, Layout

Medienglossar

Wenn Sie eine Erklärung zu einem Begriff aus der Medienproduktion suchen, dann sind Sie hier genau richtig.

Wählen Sie den entsprechenden Anfangsbuchstaben des gesuchten Wortes.


GLOSSAR

Additive Farbmischung

Auf den additiven Grundfarben Rot, Grün und Blau basierendes Farbsystem. In der Mischung ergeben die Grundfarben weiß. Das Verfahren läßt sich am besten durch die Mischung von Lichtfarben veranschaulichen. Fernseher und Computermonitore basieren auf der additiven Farbmischung.

Akzidenz

Druck- und Satzarbeit mit geringem Umfang (Anzeigen, Formulare, Briefbögen)

Alphakanal

Ein 8-Bit-Kanal, der von einigen Bildverarbeitungsprogrammen für die Bildmaskierung oder für zusätzliche Farbinformationen reserviert wird. Er wird ebenfalls verwendet, um einen bestimmten Transparenzgrad eines Bildes zu definieren, so dass ein anderes Bild unter dem darüber liegenden durchscheinen kann.

Andruck

Probedruck zur Farb- und Rasterkontrolle

Antiqua

Serifenschrift, abgeleitet von der römischen Capitalis; neben den Serifen ist das typische Merkmal die wechselnde Strichstärke

Aqua

Mit Aqua wird die grafische Benutzeroberfläche von Mac OS X bezeichnet. Sie erscheint deutlich heller als der in Brushed Metal gehaltene Finder.

ASCII

Mit dem American Standard Code of Information Interchange (ASCII) wurde ein Standard geschaffen, Texte in einer Datei speichern zu können. Er umfasst 256 Zeichen, ist an der englischen Sprache orientiert und beinhaltet daher keine deutschen Umlaute und Sonderzeichen.

Aussparen

Eine Form oder ein Objekt, das in der Hintergrundfarbe ausgespart wird und im Ausdruck die weiße Fläche vollständig ersetzt.

Auszeichnung

Hervorhebung von Textteilen durch differente Schrift; neben unterschiedlichen Möglichkeiten sind die üblichen: fette oder kursive Schrift, Sperren oder Kapitälchen

   

Christoph Grüder, Adobe InDesign CS2, Video2Brain, Addison Wesley

Belichter

Ausgabegerät, das mit Hilfe von Licht (Laser) digitale Ausgabedaten auf lichtempfindliches Material (Film) schreibt. Neben Film- und Druckplattenbelichtern, die reine Strich- und Rasterdaten belichten, gibt es auch Diabelichter, die echte Halbtöne realisieren können.

Beschnitt

1. Teil einer Abbildung, der im Layout über den Seitenrand ragt, aber beim fertigen Buch/Prospekt weggeschnitten wird. Der in der Regel verlangte Überstand beläuft sich auf 3 mm. 2. Teil des Druckbogens, der beim Schneiden nach dem Falzen wegfällt.

Beschnittmarken

5 bis 10 mm lange feine Linien außerhalb des Endformates einer Drucksache, die die Verlängerung der Endformatkanten darstellen und bei randabfallendem oder angeschnittenem Druck auf dem größeren unbeschnittenen Format als Markierung für den Stapelschnitt mitgedruckt werden.

Bézierkurve

Als Vektoren definierte Kurvenzüge zur Anlage von Pfaden (Linien oder Flächenbegrenzungen) mit Zeichenprogrammen, hauptsächlich im DTP-Bereich. Eine Bézierkurve wird immer definiert durch die Koordinaten von vier Punkten, wobei zwei davon als so genannte Stützpunkte Beginn und Ende des jeweiligen Kurvenzuges festlegen und diese Punkte dementsprechend immer auf der Kurve liegen müssen. Die beiden anderen nennt man Ankerpunkte; sie können auch außerhalb der Kurve liegen und bestimmen als Tangenten auf dem zugeordneten Stützpunkt den Verlauf. Die Bézierkurven erhielten ihren Namen von ihrem gleichnamigen Erfinder, dem französischen Ingenieur Pierre Bézier, der sie für Zwecke des Karosseriedesigns im Automobilbau entwickelte.

Bildformat

Bilddaten können in unterschiedlichen Dateiformaten gespeichert werden. Die gebräuchlichsten Dateiformate für Bilder sind TIFF, EPS, JPEG, PCX, BMP und PICT.

Bildgröße

Die Anzahl der Bildpunkte eines digitalen Bildes. Aus der Auflösung und der Bildgröße ergibt sich die Größe, in der ein Bild ohne Qualitätsverluste maximal gedruckt werden kann

Bildschirmauflösung

Die Bildschirmauflösung bezieht sich im Allgemeinen auf die Auflösung eines üblichen Computerbildschirms. Der gängige Durchschnitt ist 72 dpi, bei größeren Bildschirmen werden Sie gelegentlich aber auch von einer Auflösung von 96 dpi hören.

Bindung

Gefalzte Druckbogen werden durch verschiedenen Verfahren zusammengefasst: Fadenheften, Klebebinden, Klammerheften

Bit

Binary Digit, kleinste Informationseinheit, die ein Computer nutzen kann. Ein Bit kann zwei Zustände (1 oder 0) annehmen, entweder Spannung beziehungsweise Schalter ein oder aus.

Bitmap

Die Gesamtmenge aller Helligkeitsund Farbinformationen eines Rasterbildes.

Bittiefe

Gibt bei Rasterbildern an, wie viele Informationen (Bits) pro Bildpunkt verfügbar sind. 1 Bit kann nur Schwarz oder Weiß darstellen, 8 Bit 256 Helligkeitsstufen oder Farben. Auch mehrfarbige Bilder haben normalerweise eine Bittiefe von 8 Bit, diese gilt jedoch für jede Farbe, so dass sich 256 x 256 x 256 Farben (16,7 Millionen) darstellen lassen. Manche Programme wie Photoshop bieten auch einen Bearbeitungsmodus für 16 Bit pro Farbe an.

Blindtext

Neutraler Text, dient der Visualisierung für ein Layout, wobei es nicht um Inhalte, sondern um den ersten visuellen Eindruck eines Entwurfes geht

Blocksatz

Den Blocksatz kennen wir aus Büchern, Zeitschriften und Zeitungen. Vorn und hinten bündig, sieht Blocksatz ausgesprochen ordentlich aus, zumindest von weitem. Bei näherem Hinsehen jedoch entdeckt man die mehr oder weniger großen Löcher, die jeden Blocksatz auszeichnen.

Bold

engl., Begriff für einen fetten Schnitt

Broschur

Dünnes, einfach gebundenes Buch oder Heft mit oder ohne einfachem Einband

Brotschrift

Schriftart des gesetzten Grundtextes Werkschrift, Bodytype) einer Publikation

Browserunabhängige Farben

Die 216 Farben, die sich zwischen Plattformen, Betriebssystemen und den meisten Webbrowsern nicht verschieben.

Brushed Metal

Die an gestrichenes Metall erinnernde Farbe, in der unter Mac OS X 10.3 Programme wie der Finder oder iTunes dargestellt werden.

Buchblock

Die gehefteten oder gebundenen Druckbogen. Der Buchblock wird nach dem Beschneiden in den Umschlag/Buchdecke eingehängt.

Buchdecke

Besteht aus der Pappe und dem Bezugsmaterial

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

CIE

Eine internationale Normenkommission, die eine Reihe von Standards für die Farbdefinition entwickelt hat, z.B. den L*a*b*- oder L*u*v*-Farbraum. Diese Normvorgaben sind Grundlage für die Farbdefinition in DTPStandards wie z.B.: Postscript Level 2.

CIE 1976 L.A.B.-Farbraum

Ein einheitlicher Farbraum, der von der CIE im Jahre 1976 festgelegt wurde. Eignet sich für die Verwendung bei der additiven Lichtmischung (z.B. bei Farbfernsehgeräten) und als Maßeinheit für geringe Farbunterschiede. Ein Farbmanagement-System (CMS) kann auf Basis der im LAB-Farbraum festgelegten Werte von RGB- nach CMYK-Farbräumen umrechnen.

CIE-Chromatik-Koordination

Der Anteil der einzelnen Farbmesswerte einer Farbe an der Summe der Farbmesswerte. In CIE-Systemen werden diese Werte durch x-, y- und z-Koordinaten bestimmt.

CIE-Standardprüfverfahren

Ein hypothetisches Prüfverfahren, das den Messwerten von Farbmischungen entspricht, die im Jahre 1931 von der CIE für ein 2°-Sichtfeld empfohlen wurden. Ein zusätzliches Prüfverfahren wurde 1964 für ein größeres 10°-Feld entwickelt.

Classic-Modus

Nur als Umgebung unter Mac OS X benutzbares Mac OS 9.

CMYK

Gebräuchliche Abkürzung für die vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Key Color). Im Vierfarbdruck werden alle anderen Farben aus diesen vier Grundfarben erzeugt.

Color Gamut

Gesamtumfang der Farben in einem Farbraum.

Color-Management-System

siehe Farbmanagementsystem

ColorSync

Apples Implementation des Farbmanagements, das auf den Standards des International Color Consortiums (ICC) basiert. Die ICC-Farbprofile sorgen für eine standardisierte Darstellung und Wiedergabe von Farben auf verschiedenen Plattformen und Programmen.

Composite-Datei

Druckdatei, bei der im Gegensatz zur separierten Ausgabe mit Farbauszügen die Farben nicht seitenweise voneinander in die Prozessfarben aufgeteilt sind, sondern alle Farben einer Seite als Einheit behandelt werden. Der Ausdruck auf Farbdruckern erfolgt beispielsweise immer als Composite-Datei, die Aufteilung auf die Druckfarben erfolgt dann erst im Gerät.

CUPS

Das Common Unix Printing System stellt seit Mac OS X 10.2 die Grundlage des Drucksystems dar. Es ist im UNIX-Bereich von Mac OS X untergebracht und kann auch über einen Browser konfiguriert werden.

   

Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Dateiformat

Festlegung, wie Daten von Texten, Bildern usw. abgelegt werden. Je nach Dateiformat können bei Bildern auch Alphakanäle mitgespeichert werden. Zudem komprimieren manche Formate die Bilddatenmenge (siehe Komprimierung).

Datenkomprimierung

Das Reduzieren der Datenmenge, mit der ein Bild dargestellt wird. Für die Datenkomprimierung stehen zahlreiche Techniken zur Verfügung, wobei generell gilt, dass eine geringe Komprimierung weitgehend ohne Qualitätsverlust vorgenommen werden kann, eine starke Komprimierung jedoch Verluste zur Folge haben kann.

DCS-Format

Dateiformat für vorseparierte Bilder. Das Dateiformat umfasst fünf Dateien, je eine für die vier Separationsdateien und ein Vorschaubild für die Platzierung im Layoutprogramm

Densitometer

Ein Gerät, welches das Licht misst, das von Papier oder Film durchgelassen oder reflektiert wird. Es wird verwendet, um die Genauigkeit, die Qualität und die Gleichmäßigkeit der Ausgabe zu kontrollieren. Densitometer erkennen entweder das reflektierte oder das durchgelassene Licht.

Didot-Punkt

Typografisches Maß; der alte Didot-Punkt beträgt ca. 0,37601 mm, der neue wurde auf 0,375 mm abgerundet.

Digitalproof

Hochwertiger Farbdruck ohne vorherige Herstellung der Filmvorlagen, der das spätere Druckergebnis simuliert. Nachteil des Digitalproofs gegenüber den herkömmlichen Proofverfahren oder einem Andruck ist, dass Fehler durch falsche Rasterung der Filme nicht erkannt werden können.

Dithering

Simulation von Graustufen oder Farben durch regelmäßige oder unregelmäßige Anordnung anderer Bildpunkte. Das Auge erkennt diese Kombinationen als einheitliche Helligkeits- oder Farbwerte.

Divis

Trennstrich eines Wortes am Zeilenende oder bei Verbundwörtern, z. B. Nordrhein-Westfalen

dpi

Dots per Inch. Maßeinheit für die Auflösung eines Druckers, Monitors oder Scanners sowie eines Pixelbildes.

Druckbogen

Großformatiger Papierbogen, auf den mehrere Seiten gedruckt werden. Dieser Bogen wird gefalzt und beschnitten und somit ein Teil des Buchblocks.

Druckfarbe

Die farbigen Substanzen, die beim Druckprozess verwendet werden. Als Prozessfarben für den Farbdruck werden normalerweise Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz verwendet. Diese Farben werden durch internationale Standards definiert. In einigen Fällen können auch spezielle Farben gedruckt werden. Dies ist meist dann der Fall, wenn eine Volltonfarbe in einem bestimmten Farbton und einer bestimmten Sättigung benötigt und nicht im Halbtonverfahren bearbeitet wird.

Druckverfahren

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Hoch-, Flach-, Tief- und Durchdruck. Das heute verbreitetste Verfahren ist der Flachdruck (Offsetdruck), weil es ausgezeichnete Qualität mit hoher Flexibilität und einfacher Druckvorlagenherstellung verbindet. Der Hochdruck hat immens an Bedeutung verloren und ist in der Praxis neben dem -Akzidenzbereich nur noch im -Flexodruck vertreten. Der Tiefdruck ist qualitativ sehr hochwertig, aber wegen der sehr komplizierten und teuren Druckformherstellung nur für hohe Auflagen geeignet. Der Durchdruck wird durch den Siebdruck repräsentiert, dessen Vorteil darin besteht, mit unterschiedlichsten Farben die unterschiedlichsten Materialien bedrucken zu können.

Druckvorlage

Bereitgestellte Seiten einer geplanten Publikation für die Reproduktion bzw. für die Übertragung auf Druckplatten

Duplex

Graustufenbild, dem man eine zweite Farbe zur Verstärkung der Zeichnung und zum Erzielen einer gewissen Farbigkeit zuweist. Wird vor allem bei Druckaufträgen verwendet, die nur Schwarz und eine Sonderfarbe oder Schwarz und eine weitere Prozessfarbe einsetzen.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Einzüge

Einzüge vor jedem Absatz lockern das Textbild auf und geben dem Leser neue Ansatzpunkte. Häufig sparen sie auch die Leerzeile, die sonst erforderlich wäre, um Absätze deutlich voneinander abzugrenzen.

EPS

Encapsulated PostScript. Dateiformat für Bilder, Vektorgrafiken und einseitige Layouts, das intern PostScript verwendet und in der Regel für die Bildschirmdarstellung zusätzlich eine niedrigauflösende (72 dpi) Voransicht umfasst. EPS-Daten lassen sich nur auf Geräten ausgeben, die PostScript-Befehle verarbeiten können, alle anderen Ausgabegeräte stellen nur die Bildschirmansicht dar.

Euro-Skala

In Mitteleuropa allgemein anerkannte Norm für die Definition, Herstellung und Anwendung von Druckfarben für den Vierfarbendruck.

EXIF

Exchangeable Image File, Dateiformat für Digitalkameras, das sich aus einem JPEG-Bild und einem Dateianhang mit Kamera- und Aufnahmeinformationen wie Blende oder Belichtungszeit zusammensetzt. Häufig wird unter EXIF aber nur die Information zur Kamera- und Aufnahmesituation verstanden.

   

Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Fahne

Rohsatz als lange Papierfahne ohne Seitenumbruch, aber in den bereits vorgegebenen Spaltenbreiten gesetzt

Farbauflösung

siehe Farbtiefe

Farbauszüge

Für den Vierfarbdruck werden alle in einem Dokument vorkommenden Farben in die vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz seitenweise aufgetrennt (separiert). Jeder Farbauszug umfasst nur die Elemente in einer dieser Farben auf der jeweiligen Dokumentseite. Je Auszug entsteht dann ein eigener Film für die Belichtung der Druckplatten oder die Druckplatten werden direkt belichtet. Erst durch den Zusammendruck der vier Prozessfarben in der Druckmaschine entstehen dann im fertigen Ausdruck wieder die eigentlichen Farben.

Farbkalibrierung

Damit das Druckergebnis von Farbbildern mit der Bildschirmanzeige und dem Farbausdruck übereinstimmt, müssen alle Geräte aufeinander abgestimmt sein. Farben mit gleichen Anteilen der vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz müssen auf jedem Ausgabegerät gleich erscheinen.

Farbkanal

Farbkanäle speichern die Farbinformationen von Bildern. Für jede Grundfarbe eines jeweiligen Farbformats (RGB, CMYK, Lab etc.) wird ein Farbkanal benötigt.

Farbkontrollstreifen

Ein Farbstreifen auf einem Negativ, einem Korrekturausdruck oder einem anderen Ausdruck, der verwendet wird, um die Druckqualität zu überprüfen, da er bestimmte Farben in verschiedenen Dichten druckt.

Farbkurven

Ein Mechanismus, der die exakte Änderung und Anpassung von Farben in jedem Stadium des Erstellungsprozesses ermöglicht und gezielte Farbänderungen innerhalb des Bildes erlaubt. Die Kurven bestehen aus verschiedenen benutzerdefinierten Farbumrechnungstabellen, mit denen die Veränderung definiert wird, die für jede Primärfarbe (additiv oder subtraktiv) im Bild angewendet werden soll.

Farbmanagementsystem

Software zur Anpassung der Farben beim Scannen, bei der Bildschirmanzeige und beim Drucken, so dass geräteabhängige Farbverfälschungen softwareseitig ausgeglichen werden

Farbmischung, additive

Farbaufbau des RGB-Farbsystems. Farbigkeit entsteht durch Addition der Grundfarben, alle Grundfarben zusammen ergeben Weiß. Die additive Farbmischung des RGB-Systems entspricht der Farbmischung des Lichtes.

Farbmischung, subtraktive

Farbaufbau bei Reflexion von Licht. Der Vierfarbdruck (CMYK-System) basiert auf subtraktiver Farbmischung. Durch Auftragen einer Druckfarbe auf weißes Papier werden aus dem Farbspektrum des reflektierenden Lichtes alle übrigen Farben subtrahiert. Alle Druckfarben zusammen ergeben Schwarz

Farbmodus

Die Farben von Bildern können in unterschiedlichen Farbsystemen (Farbmodi) dargestellt werden, denen jeweils ein anderer Farbraum zugrunde liegt. Die gebräuchlichsten Farbmodi sind RGB, CMYK, Lab, Indizierte Farben, Graustufen und Bitmap.

Farbprofil

Beschreibungsdateien des Farbverhaltens von Eingabe-, Betrachtungs- und Ausgabegeräten, um durchgehend eine einheitliche Farbdarstellung zu erreichen.

Farbraum

Beschreibung von Farben in einem Farbsystem. Es gibt verschiedene Systeme wie RGB, HSB oder Lab.

Farbsättigung

Die Menge von Grau in einer Farbe. Je höher der Grauanteil, desto niedriger die Farbsättigung.

Farbseparation

Zerlegung eines Farbbildes in die für den Mehrfarbendruck erforderlichen subtraktiven Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Das Schwarz wird als Zusatzfarbe für eine bessere Tiefenwirkung mitgedruckt. Für die Umrechnung sind Farbraumtransformationen erforderlich.

Farbspezifikation

Farbmesswerte, Chromatikkoordination und Luminanzwerte oder andere Farbskalenwerte, die verwendet werden, um eine Farbe in einem angegebenen Farbsystem nummerisch zuzuweisen.

Farbtiefe

Sie gibt bei Scannern, Grafikkarten und Monitoren an, wie viele Farben dargestellt beziehungsweise erfasst werden können. Strichgrafiken besitzen eine Farbtiefe von 2 Bit pro Pixel (Schwarz, Weiss), Graustufen-Bilder können eine Farbtiefe von 256 Graustufen oder 8 Bit pro Pixel beinhalten und Farbbilder im RGB-Farbraum nehmen pro Kanal 8 Bit oder 16 Bit Farbtiefe ein. RGB-Bilder werden somit auch als 24-Bit- oder 48-Bit-Grafik bezeichnet.

Farbton

Die Wellenlänge des Lichts einer Farbe in absoluter Farbreinheit (ohne Zusatz von Weiß oder Schwarz).

Farbumfang

Ein Wert, der die Farbfähigkeit eines Gerätes beschreibt, d.h. die Farben, die es anzeigen oder drucken kann.

Farbumrechnungstabelle

engl.: Colour-Look-up Table

Farbverlauf

Der weiche Übergang von einer Farbe in eine andere. Bei der Grafikbearbeitung kann mit diesem Vorgang innerhalb eines bestimmten Bereichs allmählich von einer Farbe zu einer anderen gewechselt werden (abgestuft - linear und logarithmisch, radial, konturiert).

Farbverwaltung

Ein Farbverwaltungssystem (Color Management System, CMS) interpretiert und übersetzt Farben zwischen mehreren Geräten auf präzise Art und Weise. Es vergleicht den Farbraum (die Farbskala, die ein Gerät darstellen kann) einer erzeugten Farbe mit dem Farbraum, in dem dieselbe Farbe ausgegeben wird, und passt die erforderliche Farbe in Vorschaugeräten so nah wie möglich der Farbe an, die in der Endausgabe erzeugt wird (gedruckt oder online).

Flattening

Englische Bezeichnung für die Reduzierung von transparenten Objekten für die PostScript-Ausgabe (s. Transparenzreduzierung).

Flattersatz

Satz ist nur auf einer Seite (rechts- oder linksbündig) an einer vorgegebenen Kante ausgerichtet, auf der anderen Seite aber laufen die Zeilen unterschiedlich lang aus. Der Wortabstand ist gleichmäßig.

Font

Schriftart innerhalb einer Schriftfamilie. Meistens besitzen Schriftfamilien Fonts/Schriftarten wie: Normal, Kursiv, Fett etc.

Fraktur

Auch Frakturschrift, Schriftform mit gebrochenen Buchstaben

Freisteller

Ein in einem Bild angelegter Pfad oder eine Maske, die bestimmte Bildbereiche ausblenden, so dass nur noch ein Teil des Motivs zu sehen ist und gedruckt wird (auch Beschneidungspfad).

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Gamma

Bestimmt die mittlere Helligkeit in einem Bild. Bei der Gammakorrektur verteilen sich die Tonwerte zwischen Schwarz- und Weißpunkt neu. Die Korrektur wirkt sich hauptsächlich in den Mitteltönen aus, der gesamte Tonwertumfang wird nicht verändert.

Gammakorrektur

Das Verdichten oder Erweitern von Bereichen mit dunklen oder hellen Farbtönen in einem Bild.

GCR

Abkürzung für Grey Component Replacement. Separationsart, die den Gesamtfarbauftrag verringert. Der Unbuntaufbau reduziert die Anteile der Buntfarben und gleicht die Reduktion durch Zugabe von Schwarz aus (siehe auch UCR).

Gemeine

Kleinbuchstabe oder Minuskel

Gestaltungsraster

Hilfslinien, die in gleichmäßigen Abständen in zwei Dimensionen gezeichnet werden, um die Positionierung der Seitenelemente zu erleichtern. Bei elektronischen Systemen müssen Raster verwendet werden, um Text und Bilder exakt im Seitenlayout zu platzieren.

Geviert

Größe zur Beschreibung eines Zwischenraums beim Setzen von Text. Entspricht der jeweiligen Schrifthöhe (Kegelgröße). Es gibt auch Halbgeviert, Viertelgeviert und Achtelgeviert als feste typografische Leerräume, um einzelne Zeichen oder Ziffern auszugleichen.

GIF

Graphics Interchange Format. Schon etwas betagtes, aber immer noch weit verbreitetes Bildformat im Internet. Kann maximal 256 Farben darstellen und komprimiert die Daten mit dem LZW-Verfahren. Eine Besonderheit sind animierte GIFs, bei denen mehrere Varianten einer Abbildung in einer Datei gespeichert sind, die dann wie in einem Daumenkino nacheinander auf der Web-Seite dargestellt werden.

GIF89a

Eine Form der GIF-Datei, die Transparenz und Multiblocks unterstützt. Multiblocks (mehrere Bilder in einer einzigen Datei) vermitteln die Illusion von Bewegung. GIF89a-Dateien werden oft auch als Transparent GIFs oder Animated GIFs bezeichnet.

Gradation

Charakteristisches Schwärzungsverhalten eines lichtempfindlichen Materials, ausgedrückt in einer Gradationskurve. Diese Kurven gibt es auch in Photoshop, mit ihrer Hilfe kann man die Gradation eines Bildes steuern.

Gradationskurve

Korrekturfunktion in Bildbearbeitungs und Scanprogrammen zur Änderung von Helligkeit, Kontrast und Gamma. Die Gradation lässt sich auch in einzelnen Farbkanälen ändern, um Farbstiche auszugleichen

Graustufen

Helligkeitswerte eines Bildes, im Rasterdruck ergibt sich die Anzahl der Graustufen aus dem Zusammenhang ( dpi : lpi ) x 2 : lpi = Anzahl der darstellbaren Graustufen (maximal 256 bei 8 Bit).

Grauwertreduktion, GCR

Beim Druck soll durch die Farben Cyan, Magenta und Gelb beim Übereinanderdruck ein Schwarz erreicht werden. Dies ist nicht der Fall, es entsteht nur ein dunkles Braun. Bei dunklen Farben wird die "Dunkelheit" durch Zugabe der anderen Farbanteile erreicht. Bei GCR wird nun der "Dunkelanteil" errechnet und durch Zugabe von Schwarz erreicht. Dabei erspart man sich den sonst verwendeten Anteil von Cyan, Magenta und Gelb.

   

Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Haarlinie

Die dünnste auflösbare Linie, die durch den Belichter durch eine ein Pixel starke Linie dargestellt werden kann

Halbgeviert

Die halbe Breite eines Gevierts vom entsprechenden Schriftgrad, was dem Zeichen "n" bei den meisten Schriften entspricht

Halbton

Hiermit werden Bilder mit unendlich vielen Farben und Farbtönen beschrieben, die weich ineinander übergehen, um eine möglichst realistische Reproduktion von natürlichen Bildern zu erzeugen.

Halbtonraster

Ein Muster aus Punkten unterschiedlicher Größe, mit dem ein Farb- oder Graustufenbild simuliert wird. Im Notfall werden beim Drucken Raster zwischen 60 und 228 dpi verwendet. Je höher die Punktdichte, desto weniger sind die Punkte mit dem Auge wahrzunehmen und desto höher ist die jeweilige Auflösung.

Hängender Einzug

Ein Absatz, bei dem die erste Zeile nach links außen gesetzt ist; in der Regel ein hinweisender Begriff oder kurzer Text, welcher im Absatz erläutert wird.

Helligkeit

Ein Maß für das gesamte von einem Objekt ausgesendete, durchgelassene oder reflektierte Licht. In der Naturwissenschaft wird dieser Wert in Candela gemessen.

Hexadezimal

Zahlensystem, das auf der Basis 16 aufbaut. Es wird geschrieben mit den Ziffern 0 bis 9 und den Buchstaben A bis F. Im Computerbereich weit verbreitet, da die Werte eines Bytes (2 hoch 8) auch mit exakt zwei Hexadezimalziffern (2 x 2 hoch 4) geschrieben werden können.

Histogramm

Darstellung der Tonwertverteilung in einem Bild. Für jede der 256 Stufen in einem 8-Bit-Bild oder -Kanal wird die Zahl der Bildpunkte ermittelt, die diesen Wert repräsentiert.

HLS

Ein Farbmodell, das auf drei Koordinaten basiert: dem Farbton (Hue), der Helligkeit (Luminanz) und der Farbsättigung (Saturation).

HSB

Dreidimensionales Farbsystem mit den Parametern Hue, Saturation, Brightness. Das HSB-Modell beschreibt mit Hue den Farbwinkel, Saturation gibt die Sättigung und Brightness die Helligkeit an. Das Modell bildet somit den klassischen Farbkreis ab und ist im Vergleich zu RGB-Werten leicht zu erlernen und anzuwenden. Die im HSB-Modell beschriebenen Werte sind äquivalent zu RGB-Werten. verwandte Systeme: HSV (Hue, Saturation, Value) und HSL (Hue, Saturation, Lightness).

Hue

dt. Farbton (ohne Berücksichtigung von Helligkeit und Sättigung), beschrieben als Farbwinkel im Farbkreis. Der Farbkreis beginnt mit einem Rot bei 0 Grad. Typische Werte sind: Gelb=60°, Grün=120°, Türkis=180°, Ultramarin=240° und Pink=300°.

Hurenkind

Erste Zeile einer Seite, die als letzte Zeile eines Absatzes der vorherigen Seite auf einer neuen Seite steht. Verwandt mit dem Schusterjungen.

   

Christoph Grüder, Layout für Print und Web

ICC-Standard

Standard für ein geräteunabhängiges, aber auch programm- und plattformunabhängiges Farbmanagement. Geräte und ihre Farbräume werden über ICC-Farbprofile beschrieben und mit einem Color Management Modul (CMM) ineinander umgerechnet. Referenzfarbraum ist der geräteunabhängige Lab-Farbraum. Das ICC-Farbmanagement ist mit ColorSync (Mac OS) bzw. ICM (Windows) fester Bestandteil der Betriebssysteme.

Imagemap

Grafik oder Bild auf einer Website, in denen Hyperlinks (Hot Spots) in Form von anklickbaren Bereichen angelegt sind.

Indizierte Farben

Farbmodus für Bilder, die nur eine begrenzte Anzahl von Farben enthalten. Im 8-Bit-Modus sind dies 256 Farben, bei einer geringeren Farbtiefe entsprechend weniger. Verwendung findet dieser Farbmodus besonders bei Bildern, die für die Darstellung auf Bildschirmen mit geringer Farbtiefe vorgesehen sind.

Initiale

Großbuchstabe am Absatzbeginn, der höher als die normalen Großbuchstaben ist und sich über mehrere Zeilen erstreckt. Der typische Einsatz ist ein einzelnes Zeichen über zwei oder drei Zeilen.

Interpolation

Höherrechnen der Bildauflösung durch mathematische Formeln. Die bikubische Umrechnungsform ist der Standardalgorithmus aller bildverarbeitenden Systeme.

Italic

Englische Bezeichnung für "kursiv"

   

Christoph Grüder, Layout für Print und Web

JPEG

Joint Photographic Experts Group; verlustbehaftetes Kompressionsformat für digitale Bilder, das bei niedrigen Kompressionsraten einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Größe bietet. Standardformat bei Digitalkameras und im Web.

JPEG 2000

Weiterentwicklung von JPEG mit Wavelet-Kompression, das eine bessere Qualität bei hoher Kompression erlaubt.

   

Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Kalibrierung

Eichen von Geräten wie Monitore oder Drucker auf Standardmaße, um zuverlässige Ergebnisse zu produzieren. Ein Beispiel sind auf bestimmte Standardeinstellungen kalibrierte Farbmonitore. Durch das Einmessen wird ein Profil des Gerätes bestimmt, dass dem Computersystem und dem Programm ermöglicht, Farben originalgetreu abzubilden.

Kantenglättung

(auch Antialias) Eine Technik, um zackige Pixeltreppen zu vermindern. Dies geschieht gewöhnlich durch das Einfügen von Pixeln, die die Farben an den Übergängen zwischen benachbarten Farben vermischen. Die Kantenglättung wird entweder vom Programm selbst ermittelt, um Pixelgrafiken zu interpolieren oder Vektorgrafiken werden zur besseren Darstellung geglättet. Schriftvektoren von TrueType-Fonts werden aus Angaben im Font selbst geglättet, PostScript-Schriften hingegen müssen vom System dargestellt werden. Somit kann die Darstellung deselben Fonts je nach Plattform (Windows, Mac OS) abweichen.

Kapitälchen

Großbuchstaben auf der Höhe von Minuskeln (Kleinbuchstaben). Kapitälchen werden in der klassischen Typografie zur Auszeichnung von Eigennamen oder Fachbegriffen verwendet. PostScript-Fonts bieten Kapitälchen in Expert-Schnitten an. Open-Type-Fonts können neben den normalen Versalien und Minuskeln auch Kapitälchen beinhalten. Wenn ein Font keine Kapitälchen anbietet, kann das Desktop-Programm künstliche Kapitälchen erzeugen, indem Versalien verkleinert werden. Dadurch verringert sich aber auch die Schriftfette.

Kerning

Individuelle Zurichtung von Buchstabenpaaren zur Erzielung eines besseren, ausgeglicheneren Schriftbildes. Aufgrund fehlender Kerning-Informationen mussten früher in anspruchsvoller manueller Arbeit mit einem DTP-Programm die Zeichen ausgeglichen werden. Qualitativ hochwertige Fonts machen diese Arbeit jedoch überflüssig oder gleichen die Zeichen nach ihrem optischen Umraum aus. Auch hier hat DTP den traditionellen Schriftsatz qualitativ längst abgehängt.

Kompression

Verringern der Dateigröße vor allem zur Übertragung im Web oder per E-Mail oder für schnellere Anzeige von Multimedia-Daten. Es gibt verlustlose (LZW, ZIP) und verlustbehaftete (JPEG) Komprimierungsverfahren.

Komprimierung

Reduktion der Datenmenge, um Speicherplatz oder Übertragungszeiten zu sparen. Bekannte Standards sind JPEG oder MPEG. Das grundsätzliche Verfahren: Bei der Komprimierung eines Bildes werden je nach Grad der Komprimierung Pixel mit gleichen oder ähnlichen Tonwerten zusammengefasst. Die Komprimierung kann so gewählt werden, dass entweder die gesamte Bildinformation erhalten bleibt, wobei der Grad der Komprimierung zwangsläufig geringer ist, oder auf Kosten der Qualität stärker komprimiert wird.

Kursiv

Eigenständige Zeichen, die leicht nach rechts geneigt sind und so dem Geschriebenen etwas ähnlicher scheinen.

   

Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Lab

Geräteunabhängiger Farbmodus, bei dem Farben durch einen Kanal für die Helligkeit (L für Lightness) und zwei Buntheitskomponenten (Kanal a von Grün bis Magenta und Kanal b von Blau bis Gelb) dargestellt werden. Der Lab-Farbraum ist größer als der RGB-Farbraum, lässt sich aber ebenfalls mit 24 Bit kodieren. Er umfasst das gesamte Spektrum der sichtbaren Farben

Laufrichtung

Flussrichtung der Grundmasse in der Papierherstellung auf dem Sieb. Die Papierfasern dehnen sich im rechten Winkel zur Laufrichtung aus. Wird ein Papier bedruckt oder buchbinderisch verarbeitet, muss das Papier immer so verwendet werden, dass es sich unter Feuchtigkeitseinfluss der Luft ausdehnen und zusammenziehen kann. Ein gebundenes aufgeschlagenes Buch besitzt eine verikale Laufrichtung des Papiers, damit sich die Seiten horizontal ausdehnen können. Ist dies nicht der Fall, verbiegt sich das Buch und die Seiten wölben sich.

Laufweite

Abstand zwischen den Buchstaben. Eine normale Laufweite bezeichnet den optimalen Abstand der Zeichen zueinander für eine bestmögliche Lesbarkeit von Mengentext. Eine hohe Laufweite mit großen Zeichenabstand hingegen wird auch als „Gesperrt“ bezeichnet.

Layout

engl., Planung, Anordnung; typografische Text- und Bildgestaltung einer Seite oder eines Dokuments. Auf dem Layout wird der Satzspiegel festgelegt, in dem Text und Abbildungen angeordnet werden.

Layoutprogramm

Programm zur vollständigen Gestaltung von Medien wie Zeitschriften, Prospekten und Web-Seiten auf dem Computer. Die bekanntesten Layoutprogramme sind Adobe PageMaker, Adobe InDesign und QuarkXPress.

Layout-Proof

Eine Farbkopie, mit der ein Gesamteindruck der auf einer Seite verwendeten Farben und des Seitenlayouts vermittelt wird.

Ligaturen

Kombination von zwei Buchstaben zu einer geschlossenen Zeichenform, um das Aneinanderstoßen und Verdicken von nebeneinanderliegenden Zeichen zu verhindern. In Zeichensätzen für den Mac gibt es standardmäßig Ligaturen für die Buchstabenkombinationen »fi« und »fl«. Auch das »ß« ist eigentlich eine Ligatur aus s und dem altdeutschen z. Moderne Open-Type-Fonts greifen die Tradition aus dem Bleisatz wieder auf und bieten Ligaturen für Sonderfälle an, wie z.B. »st« oder »ffl«.

Linienstärke

Die in Millimeter oder Punkt gemessene Stärke einer Linie. Eine Haarlinie ist die feinste beschreibbare Linie, die auf Basis der Belichtungsauflösung (z.B. 1200 ppi) technisch nur von einem einzigen Pixel dargestellt wird. Druckbare Linien sollten eine Stärke von 0,2 Punkt nicht unterschreiten.

Linksbündig

Die Zeilen bilden links eine Kante, laufen nach rechts frei aus. Je nach Umbruch entsteht somit ein Rauh- oder Flattersatz.

Luminanz

Die Helligkeitskomponente einer Farbe, die von der Farbe selbst unabhängig ist. Ein Schwarz-Weiß-Foto besteht aus einem Luminanzmuster der Szene, die auf dem Film festgehalten wurde. Es ist möglich, die Luminanz ohne Chrominanz (Farbkomponenten) anzuzeigen. Es ist jedoch nicht möglich, Farbe ohne Luminanz zu zeigen.

LZW

Nach seinen Entwicklern Lempel-Ziv-Welch benanntes, verlustfreies Kompressionsverfahren, das von den Bildformaten TIFF und GIF verwendet wird. Man erreicht damit ein Kompressionsverhältnis von rund 2:1.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Marginalien

Randbemerkungen, die auf andere Seiten verweisen oder den Fließtext durch Literaturangaben oder Bilder ergänzen. Marginalien werden in der klassischen Typografie auf einer eigenen Marginalienspalte im Layout platziert.

Moiré

Beim Farbdruck entstehendes Muster, das durch die Überlagerung der Raster der einzelnen Druckfarben enststehen kann. Die Moirébildung wird dadurch weitgehend vermieden, dass die Farben mit versetzten Rasterwinkeln gedruckt werden. Durch das weiterentwicklete  frequenzmodulierte Druckraster (FM) mit einer Zufallsverteilung von Druckpunkten gehören Moiré-Muster der Vergangenheit an. Als optisches Phänomen treten Moiré-Muster jedoch dann auf, wenn wiederholte Bildmotive wie z.B. Stoffmuster nicht auf dem Pixelraster des Monitors, dem Zeilenraster des Fernsehbildes oder dem gedruckten Raster abgebildet werden können. Beim Scannen eines abgedruckten Bildes wird ein Moiré-Effekt dadurch vermieden, dass der Scanner die Rasterweite des gedruckten Bildes erkennt und interpoliert.

Monitorkalibrierung

Der Vorgang, bei dem die Farbberechnungseinheiten eines Monitors so korrigiert werden, dass sie den gewählten Farben des Ausdrucks so nah wie möglich entsprechen. Eine Kalibrierung muss in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um das Farbrprofil des Monitors an die technische Alterung und Abnutzung (Helligkeitsverlust) anzupassen. Unterschieden wird zwischen der integrierten Hardware-Kalibrierung hochwertiger Monitore und der Software-Kalibrierung durch Zusatzgeräte und Meßprogramme.

Monochrom

Ein Bild, das in einer Farbe gedruckt wird, die nicht unbedingt Schwarz sein muss, die jedoch alle Farbtöne, die erforderlich sind, um das gesamte Bild zu beschreiben, abdeckt.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

OPI

Open Prepress Interface. Arbeitsablauf in der Druckvorstufe, bei der auf einem OPIServer die hochauflösenden Bilddaten (High-Res) verwaltet und für das Layout niedrig auflösende Platzierungsdateien (Low-Res) erstellt werden. Das Verfahren reduziert das im Netzwerk zu übertragende Datenvolumen beträchtlich. Bei der Ausgabe wird über den OPI-Server gedruckt, der die Platzierungsbilder wieder durch die hochauflösenden Varianten ersetzt. OPI spielt heute nur noch im Verlagsumfeld und Bilddatenbanken eine Rolle, aufgrund schneller Server, Datennetze und Computern wird überwiegend mit hochauflösenden Bilddaten gearbeitet.

OPI-Schnittstelle

OPI ist eine Erweiterung der PostScript-Sprache, mit der die kommentierten Funktionen der Sprache für zusätzliche Aufgaben genutzt werden können. Ursprünglich wurde diese Erweiterung von Aldus entwickelt, um eine Verbindung zwischen DTP-Anwendungen und traditionellen Farbreproverfahren zur Verfügung zu stellen. Die OPI-Schnittstelle wird jetzt verwendet, um niedrig aufgelöste Bilddateien durch hoch aufgelöste Bilddaten auszutauschen, bevor diese für die Ausgabe an einen PostScript-RIP gesendet werden.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Pagina

Die Seitenzahl.

Passergenauigkeit

Die genaue Positionierung der vier separierten Filme oder der vier Druckfarben übereinander. Das menschliche Auge kann auch ohne Hilfsmittel feststellen, wenn die Passgenauigkeit nicht exakt ist, da dies durch Farbränder, die an den Konturen im Bild erscheinen, deutlich sichtbar wird.

Passkreuze

Auf den einzelnen Farbauszügen angebrachte Markierungen, die die exakte Montage der belichteten Filme ermöglichen.

PDF

Portable Document Format. Ein von Adobe auf der Basis von PostScript entwickeltes Dateiformat, das den plattformübergreifenden Austausch von Dokumenten bei gleichzeitiger Beibehaltung aller Gestaltungsmerkmale erleichtern soll, was unter anderem durch die Einbettung der Schriften möglich ist. PDF-Dateien sind durch die Komprimierungsmöglichkeiten für Bilder und Schriften vergleichsweise klein. Ursprünglich nicht mit Blick auf die Druckindustrie entwickelt, ist PDF inzwischen zu einem Standardaustauschformat in der Druckvorstufe geworden. Die verschiedenartige Erzeugung von PDF-Dokumenten machte die Formulierung des PDF/X-Standards notwendig.

PDF/X-3

ISO-Standard zur Beschreibung von drucktauglichen PDF-Dateien. Der Standard wurde 2002 und 2003 in zwei sehr ähnlichen Fassungen verabschiedet. Neben dem Format PDF/X-1a ist es das gebräuchlichste Standard-Format zur Anfertigung von Druckvorlagen.

Pica-Point

englisches typografisches Maß; ein Pica hat 12 Pica Points (4,233 mm); 6 Pica ergeben rund 1 Zoll.

PICT

Dateiformat für Bilder und Grafiken des klassische Mac-Betriebssystem. Lässt sich auch mit Mac OS X einsetzen, nicht jedoch mit Windows.

Pixel

Kunstwort aus Picture Element beziehungsweise Picture Cell, kleinste digitale Bildeinheit in einem Bild oder Bildverarbeitungssystem. Pixel sind im Desktop-Publishing grundsätzlich quadratisch. Im Videobereich werden unterschiedliche Seitenverhältnisse ja nach Format (PAL, NTSC, HDTV) verwendet.

Pixelgrafik

Auch Bitmap genannt. Aus farbigen Flächen bestehende Bilder. Jede Fläche entspricht einem Pixel und ist in einem gedachten Raster angeordnet. Jedes Pixel beinhaltet Farbinformationen in einer vorgegebenen Farbtiefe. Pixelgrafiken wirken natürlicher als Vektorgrafiken, ihr Dateivolumen ist aber auch deutlich größer.

Plattformübergreifend

Dokumente, Programme und Medien, die sich unter verschiedenen Betriebssystemen einsetzen lassen. Typische Umsetzungen: PDF, OpenType, XML, Unicode, etc.

Plug-in

Zusatzmodul, das den Funktionsumfang eines Programms erweitert. Notwendig ist dazu eine entsprechende Schnittstelle wie sie zum Beispiel Photoshop bietet. Auch Browser verwenden Plug-ins wie QucikTime, Flash, Shockwave, Real Video und Real Audio, um Multimediainhalte darzustellen.

PNG

Portable Network Graphics, als Nachfolger für GIF entwickeltes, frei verfügbares Bilddateiformat für Web-Seiten, lässt sich aber auch in vielen Programmen verwenden. Neben dem typischen 24-Bit-PNG kann auch ein Transparenzkanal in einer Farbtiefe von 8 Bit verwendet werden. Diese 32-Bit-PNGs werden u.a. in Software-Oberflächen zur Darstellung von Buttons und Icons eingesetzt.

PostScript

Programmiersprache zur Beschreibung von Text, Grafik und Bildern in einem Layout, weshalb man PostScript auch als Seitenbeschreibungssprache bezeichnet. Der Vorteil von PostScript liegt darin, dass bis auf die Pixelbilder alle Elemente rein mathematisch definiert und deshalb auflösungsunabhängig sind. Erst bei der Ausgabe wird eine PostScript-Datei entsprechend dem Auflösungsvermögen des Ausgabegerätes im RIP (Raster Image Processor) aufgerastert. Mit PostScript-Befehlen lassen sich auch Schriften erstellen, deren Buchstaben ebenfalls nur mathematisch definiert und damit auflösungsunabhängig sind. Zum Drucken der Zeichen muss das Betriebssystem oder das Ausgabegerät PostScript unterstützen. PostScript wird seit 1983 von Adobe entwickelt und exisitiert in unterschiedlichen Versionen.

PPD

PostScript Printer Definition, Druckerbeschreibungsdatei für Post-Script-Drucker. In dieser sind die gerätespezifischen Informationen wie Auflösung, Papierformat und verfügbare Papierschächte gespeichert und werden vom Druckertreiber gelesen und dann im Dialogfenster angezeigt.

Preflight

Überprüfung aller druckrelevanten Informationen wie Farben, Auflösungen, Strichstärken oder Schriften. Ein Preflight wird entweder innerhalb eines Layoutprogramms zur Überprüfung durchgeführt, oder alle PDF- oder PostScript-Ausbelichtungsdaten werden automatisch mit einem Preflight-Profil getestet – einem genauen Suchschema. Problematische Daten werden automatisch aussortiert, um Fehldrucke zu vermeiden.

Proof

Testdrucke, anhand derer die Druckqualität farbverbindlich festgelegt wird. Analoge Proofs wie Cromalin und Matchprint werden auf der Basis der belichteten Filme erstellt, bei digitalen Proofs werden die Originaldaten (Layouts, Bilder) direkt auf einem Ausgabegerät ausgegeben. Im Gegensatz zum Hardproof auf Druckgeräten wird der Softproof auf Basis eines Colormanagementsystems (CMS) direkt am kalibrierten Monitor angezeigt.

Proportionalschriftart

Eine Schriftart, in der jedes Zeichen eine unterschiedliche Breite hat. Ein Monospace-Font hingegen weist für alle Zeichen dieselbe Breite auf.

Prozessfarben

Die vier Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK), aus denen im Vierfarbdruck alle anderen Farben erzeugt werden. Es gibt auch den Sechsfarbendruck (Hexachrome), bei dem als zusätzliche Prozessfarben noch Grün und Orange hinzu kommen.

Punzen

Geschlossene oder offene Binnenräume von Zeichen. Punzen sind das Gegenteil der Zeichenform, des sogenannten »Fleisches«.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Raster

Da Druckmaschinen keine unterschiedlich großen Punkte drucken können, wird eine Anzahl von Maschinenpunkten (dots) zu Rasterzellen zusammengefasst. Je nachdem, wie viele dieser Punkte gedruckt werden, erscheint die Rasterzelle größer oder kleiner. Dadurch entsteht für das Auge der Eindruck von helleren und dunkleren Farben.

Rasterscan

In einem gerasterten Bild wird jedes einzelne Bildelement durch einen nummerischen Wert dargestellt, der die Farbintensität beschreibt. Bei einem Rasterscan wird ein Bild normalerweise progressiv von oben links nach oben rechts abgetastet. Nach dieser ersten Zeile werden die nächsten Zeilen ebenso abgetastet, bis das gesamte Bild erfasst ist.

Rasterweite

Maßeinheit, die angibt, wie viele Rasterzellen ein Ausgabegerät pro gewählter Strecke ausgeben kann. Verwendet werden entweder die Einheiten lines per inch (lpi) oder Linien pro Zentimeter (lpc).

Rasterwinkel

Die Linien mit den Rasterzellen der Druckfarben werden in unterschiedlichen Winkeln zueinander gedruckt, damit keine unerwünschten Muster (Moiré) auf dem Ausdruck erscheinen.

Rauhsatz

Variante des Flattersatzes mit bewusst glatter gehaltenen Kanten. Der Schweizer Rauhsatz beschreibt den Extremfall, wenn die Zeilen nahezu gleichlang sind und unter Umständen ein Blocksatz erreicht wird.

RAW

Format der unkomprimierten Digitalkamera-Aufnahme. Es gibt kein einheitliches RAW-Format, die Hersteller verwenden jeweils eigene Varianten. Zum Lesen der Daten sind spezielle Programme oder Plug-ins erforderlich. RAW-Bilder liegen in einer Farbtiefe von 16 Bit pro Kanal vor und ermöglichen eine umfangreichere Korrektur und farbliche Manipulation durch Bildprogramme.

Registerhaltigkeit

Wenn die Grundlinien des Textes in einem Buch oder einer Zeitschrift in den Spalten und auf Vorder- und Rückseite jeweils auf der gleichen Höhe liegen, spricht man von Registerhaltigkeit. In Layoutprogrammen erreicht man dies durch das Grundlinienraster, an dem sich der Text ausrichtet. Die Registerhaltigkeit ist besonders bei dünnen Papieren und einem kräftigem Schriftbild notwendig.

RGB

Rot, Grün, Blau, Farbraum aus Selbstleuchterfarben, die sich additiv zu Weiß mischen, beispielsweise beim Farbmonitor.

RIP

Raster Image Processor, bereitet die PostScript-Daten als hochauflösende Bitmaps pro Farbauszug zur Ausgabe auf Druckern und Belichtern auf. RIPs unterscheiden sich in der PostScript-Version, bis zu der sie Druckdaten interpretieren und rastern können. Neben den Adobe PostScript-fähigen RIPs werden auch Interpreter mit eigenem PostScript verwendet.

Rollenoffsetdruck

Ein Druckverfahren, bei dem keine Bögen, sondern Rollenpapier verwendet wird. Der Rollenoffsetdruck ist schneller als der Bogendruck, so dass er sich besonders für große Auflagen eignet. Der Wechsel der Papierrollen erfolgt überwiegend vollautomatisch, sodaß eine durchgängige Druckproduktion ohne Unterbrechung erreicht werden kann.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Saturation

Sättigung einer Farbe, bzw. Grad der Entfärbung. Eine Farbe mit sehr niedriger Sättigung unter halb von 5% erscheint als Grauton.

Satzspiegel

Vorgegebener zu bedruckender Raum

Schrift

1. Durch Zeichen/Buchstaben dargestellte Sprache 2. Eine gedruckte, weniger umfangreiche Publikation kulturellen, wissenschaftlichen etc. Inhalts

Schriftfamilie

Unterschiedliche Schriftarten einer Schrift (Familie); z.B. normal, kursiv, fett, mager, fett-kursiv. Im Bleisatz hieß das Garnitur.

Schriftgröße

Die Schriftgröße richtet sich nach der Art des Textes. Der Typograf unterscheidet zwischen Konsultations-, Lese- und Schaugröße. Die Konsultationsgröße liegt zwischen 6 und 8 Punkt (z.B. Telefonbuch). Neben der frei wählbaren Schriftgröße existieren die klassischen im Bleisatz verwendeten festen Schriftgrade (6, 8, 9, 10, 12, 14, 18, 24 Punkt etc.).

Schrifthöhe

Die Höhe des Kegels (im Bleisatz), was im Fotosatz und Computersatz übernommen wurde. Die Schrift selbst ist kleiner, hat also keine absolute Höhe.

Schriftkegel

Höhe der Letter (im Bleisatz)

Schriftklassifizierung

Einteilung von Schriften nach Gruppen mit gleichen Merkmalen (DIN 16 518)

Schriftlinie

Zeichen/Wortgruppen stehen auf einer gemeinsamen Schriftlinie oder auch Grundlinie, auch wenn unterschiedliche Schriften bzw. Schriftgrößen verwendet werden. Davon abgesetzt sind hoch- oder tiefgestellte Zeichen.

Schriftmuster

gesetzter Text, der das Bild und die Wirkung einer Schrift in verschiedenen Schriftgrößen beurteilen lässt. In der Vergangenheit hatten Bleisatzlieferanten Schriftmusterbücher aufwändig drucken lassen, aus denen ein Typograf den geeigneten Schriftgrad und Schnitt auswählen und in der Setzerei bestellen konnte. Heute übernehmen kleine Programme diese Aufgabe und erstellen nach beliebigem Textinhalt das gewünschte Schriftmuster.

Schriftschnitt

Die Bezeichung beschreibt den traditionellen Weg der Herstellung von Bleilettern: Der Typograf hat die Letter aus der Grundform »herausgeschnitten«. Somit ist jede Variante einer Schriftfamilie eine eigener Schnitt: kursiv, mager, normal, fett usw.

Schusterjunge

Die erste Zeile eines Absatzes am Ende der vorhergehenden Spalte, verwandt mit dem Hurenkind.

Schwarzaufbau, Schwarzanteil

Anteil der Schwarz-Komponente in CMYK-Bildern. Je nach Separationseinstellung (GCR oder UCR) werden gleiche Farbanteile der Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb ganz oder teilweise durch die Farbe Schwarz ersetzt.

Schwarzpunkt und Weißpunkt

Die Punkte auf einer Gradationskurve oder im Histogramm, die einem 100%igen Schwarz bzw. Weiß entsprechen. Durch Setzen von Schwarz- und Weißpunkt lassen sich die vorhandenen Tonwerte auf die gesamte zur Verfügung stehende Grauskala optimal verteilen.

Schwellenwert

Tonwertgrenze bei der Umwandlung von Graustufenbildern in den Bitmap-Modus: dunklere Töne werden schwarz, hellere weiß.

Separation

Trennung der im Layout verwendeten Farben in die Farbauszüge der Prozessfarben und der gegebenenfalls verwendeten Sonderfarben. Die Separation kann entweder durch das jeweilige Grafik- oder Layoutprogramm erfolgen oder bei modernen Geräten auch direkt im RIP (In-RIP-Separation).

Serifen

Kleine geschwungene oder rechteckige Abschlussstriche oder Begrenzungen an den Enden der Buchstaben; auch Antiqua-Schriften genannt

Siebdruck

Durchdruckverfahren, bei dem mit einem Rakel die Druckfarbe durch sehr feine textile Siebe (aus Kunststoff- oder Metallfasern) gedrückt wird. Die Farbe kann nur an den Stellen auf dem Bedruckstoff wirksam werden, die vorher nicht undurchlässig beschichtet oder abgedeckt wurden. Nur geeignet für kleine Auflagen bzw. schwierige Druckaufgaben. Er wird überwiegend für Kunstdrucke, Plakate, Schilder, Tapeten und Stoffe verwendet.

Sonderfarben

Auch als Schmuckfarben oder Volltonfarben bezeichnet. Diese Farben werden als gesonderte, vorgemischte Farben über ein separates Farbwerk aufgetragen. Man benötigt sie zum Drucken von Farben, die sich nicht durch die Prozessfarben darstellen lassen. Es gibt standardisierte Sonderfarbensysteme wie HKS und Pantone, die unterteilt sind in Farben für gestrichene und ungestrichene Papiere, Zeitungsrotationsdruck, Endlospapiere, Leuchtfarben oder Metalliclacke.

Sonderschrifttypen

Repräsentieren Gruppen von Schrifttypen. Das Zielsystem wählt eine installierte Schrifttype aus dieser Gruppe.

Spationieren

Verändern der Wort- und Buchstabenabstände zur normalen Laufweite in einem Text, um eng laufende Lettern oder gesperrte Lettern zu erzielen. Überlagern sich dabei Zeichenformen, muss evtl. auch ein manueller Zeichenpaarausgleich (Kerning) herbeigeführt werden.

Spatium

Im Bleisatz ein dünnes Blättchen, mit dem Wortzwischenräume ausgeglichen werden

Stapelverarbeitung

Automatisierte Verarbeitung mehrerer Dateien nach einem vorher festgelegten Modus.

Subtraktive Farbmischung

Farbsystem mit den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, bei dem die Absorption von Wellenlängenbereichen des Spektrums beschrieben wird. Das Ergebnis einer Mischung ist immer dunkler als die Ursprungsfarbe.

Suffix

Die Endung einer Datei wie .pcx wird als Suffix bezeichnet. Als anderer Name ist auch Extension gültig.

   

Christoph Grüder, Layout für Print und Web

TIFF

Tagged Image File Format, Dateiformat für Bilder, das plattformübergreifend von vielen Programmen verstanden wird und alle Farbmodelle und Farbtiefen unterstützt. In einem TIFF lassen sich außerdem Masken und Pfade zur Freistellung und Ebenen speichern.

Tonwert

Helligkeitswert eines Pixels in einem Graustufenbild bzw. Farbkanal eines RGB- oder CMYK-Bildes. Die Tonwertskala reicht von 0 (Schwarz) bis 255 (Weiß) für die Farbtiefe von 8 Bit.

Tonwertkorrektur

Verfahren zur Anpassung von Helligkeit und Kontrast. In einzelnen Farbkanälen durchgeführt, dient die Tonwertkorrektur zur Kompensation von Farbstichen.

Tonwertumfang

Bereich zwischen dem hellsten und dunkelsten Punkt in einer Bilddatei.

Tonwertzuwachs

Durch Farbquetschung, Diffundierung der Druckfarbe in die Papierstruktur und vor allem durch den optischen Effekt des "Lichtfangs" (Unterstrahlung eines Rasterpunkts) hervorgerufene "Verdunklung" eines gerasterten Farbtones. Der Tonwertzuwachs muss bei der Separation oder Belichtung durch invertierte Berechnung (Aufhellung) kompensiert werden, damit der Druck die Tonwerte in der vorgesehenen Helligkeit und Farbe wiedergibt.

Transparent GIF

Eine Untergruppe innerhalb des ursprünglichen GIF-Dateiformats, bei der der GIF-Datei Header-Informationen hinzugefügt werden, durch die eine bestimmte Farbe maskiert wird. Ein transparentes GIF kann nur eine einstufige Transparenz darstellen, mehrstufige Transparenz oder eine Kantenglättung ist nicht möglich.

Transparenz

Die Fähigkeit, in  einem elektronischen System durch ein Element hindurch das darunter liegende Objekt zu sehen. Der Grad der Transparenz wird durch das System über den so genannten Alphakanal gesteuert. Neben der Deckkraft wird auch die Berechnung der übereinanderliegenden Farben in Form von Füllmethoden als Transparenz bezeichnet.

Transparenzreduzierung

Notwendige Umrechnung von transparenten Objekten in deckende Objekte für die PostScript-Ausgabe. Da sich im PostScript-Code keine übereinander liegenden Objekte beschreiben lassen, die in der Deckkraft reduziert oder mit einer Füllmethode mit dem Untergrund farblich verrechnet werden, müssen nebeneinander liegende Objekte erzeugt werden. Die häufigste Form der Transparenzreduzierung ist die Erzeugung eines Beschneidungspfades zur Maskierung eines Pixelbildes, jedoch können auch alle transparenten Objekte in eine Pixelgrafik umgewandelt werden.

True Color

Die durch 24 Bit Farbtiefe erzielte Farbqualität. 24 Bit führt zu 16,7 Millionen Farben, was für das menschliche Auge mehr als ausreichend sein sollte.

TrueType

Von Apple und Microsoft als Gegenstück zu den PostScript-Schriften von Adobe entwickeltes Schriftenformat, bei dem die Zeichen auflösungsunabhängig durch eine mathematische Beschreibung definiert sind und sich deshalb stufenlos skalieren lassen. Hat sich als Standardschriftformat der Betriebssysteme Mac OS und Windows sowie im Office-Bereich durchgesetzt. TrueType-Schriften können anders als PostScript-Schriften mehr als 256 unterschiedliche Zeichen umfassen, wenn die Zeichen im Unicode vorliegen (Beispiel Lucida Grande oder Arial Unicode). Eine unicode-fähige TrueType-Schrift ist somit auch eine Open-Type-Schrift.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Überdrucken

Normalerweise muss ein in einer bestimmten Farbe definiertes Gestaltungselement einer Drucksache aus einem Untergrund, der mit von dem Element nicht benutzten Farben definiert wurde, ausgespart werden, damit die Farbe des Elementes nicht durch die Farbe des Untergrundes verfälscht wird. Es gibt jedoch Fälle, wo dies nicht sinnvoll ist, beispielsweise bei schwarzer Schrift vor einem farbigen Hintergrund. Hier spricht man davon, dass das Objekt den Hintergrund überdrucken muss, also aus diesem nicht ausgespart wird, denn Schwarz kann durch einen hinterlegten Grund nicht mehr nennenswert verändert werden.

Überfüllen

Der Vorgang, der normalerweise auf fotomechanische Weise ausgeführt wird, indem von einem Negativ wiederholt Kontaktdrucke angefertigt werden, wobei die Strichvorlage vergrößert wird. Die umgekehrte Funktion "Unterfüllen" wird verwendet, um Strichvorlagen in demselben Prozess zu verkleinern (wobei allerdings von einem Positivbild ausgegangen wird). Der Vorgang wird ausgeführt, um sicherzustellen, dass zwischen der Strichvorlage und dem umgebenden Bereich keine Lücke vorhanden ist, durch die das Papier scheint. Die Strichvorlage, die leicht vergrößert ist, tritt etwas über den Originalbereich hinaus. Hierdurch wird der Druckprozess vereinfacht, da die Druckpresse nicht absolut genau eingestellt sein muss.

Überfüllung

Zur Vermeidung von Blitzern zwischen angrenzenden Farben, die durch Ungenauigkeiten beim Druck entstehen können, lässt man die Objekte sich etwas überlagern. Dann entsteht zwar ein farbiger Saum, der vom Auge aber weniger wahrgenommen wird als das durchscheinende weiße Papier. Die Überfüllungen werden von Grafik- und Layoutprogrammen automatisch berechnet oder man erstellt sie mit Hilfe darauf spezialisierter Programme.

UCA

Abkürzung für "Under Colour Addition" (Unterfarbenaddition). Dies ist eine Technik, mit der in neutralen, dunklen Bereichen CMY-Farbe zugegeben wird, damit das UCR-Verfahren effektiv eingesetzt werden kann.

UCR

Abkürzung für "Under Colour Removal" (Unterfarbreduktion). Mit dieser Technik werden die drei Farbkomponenten, mit denen die Grauwerte an dunklen oder schwarzen Stellen in Farbseparationen durch Mischung erzeugt werden, durch Schwarz ersetzt. Auf diese Weise werden die teueren CMY-Farben sparsam verwendet und durch die preiswertere schwarze Farbe ersetzt. Diese Technik reduziert die Menge an Druckfarbe, die erforderlich ist, um Grautöne zu erzeugen. Gleichzeitig wird die Druckgeschwindigkeit erhöht und die Trockenzeit verkürzt. Diese Technik ist nicht mit dem GCR-Verfahren zu verwechseln, das sämtliche Mischungen der drei Farben beeinflusst. Vielmehr sind hiervon nur die Grautöne, nicht die Farben betroffen. Das Ergebnis ist eine stärkere schwarze und schwächere CMY-Separation.

Umbruch

Anordnung von Text und Bildern in Zeilen, Spalten und Seiten

Unbuntaufbau

Deutscher Terminus für GCR (engl. Gray Component Replacement); siehe GCR

Unicode

Ein internationaler ISO-Standard, in dem alle Schriftsprachen und deren Zeichen festgelegt werden. Unicode ist plattformunabhängig und dient zur Kodierung von Daten, die international ausgetauscht werden müssen. Neben der Kodierung von Texten mit dem Uncode-Format UTF-8 verwendet auch das Schriftenformat Open-Type diesen Standard.

Unterfarbenentfernung

Deutscher Terminus für UCR (engl. Under Color Removal); siehe UCR

Unterfüllen

Dieser Vorgang, bei dem Strichvorlagen verkleinert werden, wird normalerweise fotomechanisch ausgeführt, indem von einem Positiv wiederholt Kontaktabzüge erstellt werden. Die Gegenfunktion, das Überfüllen, wird verwendet, um Strichvorlagen mit demselben Verfahren (allerdings mit Hilfe eines Negativs) zu vergrößern.

Unterlänge

Teil eines Zeichens/Buchstabens unterhalb der Grundlinie

Unterschneiden

Verringern des Abstandes zwischen zwei Buchstaben, um optische Löcher zu vermeiden. Wird auch mit dem Begriff Kerning bezeichnet. Gut gemachte Schriften enthalten viele Zeichenkombinationen mit schon vordefinierten Unterschneidungswerten, die so genannten Kerning-Paare, die von Publishing-Programmen automatisch erkannt und verwendet werden.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Vakatseite

Eine leere, unbedruckte Seite

Vektor

Vektor ist ein allgemeiner Ausdruck für eine bestimmte Klasse von Grafiksystemen. Innerhalb eines solchen Grafiksystems wird ein Vektor durch eine Linie beschrieben, die durch Farbe, Start- und Endpunkt definiert ist. Vektoren werden daher im Normalfall bei der Erstellung von Strichvorlagen, typografischen Zeichen und Farbverläufen verwendet. Der Beschneidungspfad hingegen ist eine Sonderform: Er beschreibt die Umrisslinie einer Pixelgrafik.

Vektorgrafik

Aus mathematischen Formeln beschriebene Bilder. Programme wie Flash und Illustrator sind auf Vektorgrafiken basierende Zeichen- bzw. Animationsprogramme. Siehe auch Pixelgrafik.

Versalhöhe

Gemessene Höhe des Großbuchstabens

Versalie

auch Majuskel; die Großbuchstaben einer Schrift. Versalien sollten für Hervorhebungszwecke nur vorsichtig eingesetzt werden (besser sind Kapitälchen), für ganze Texte überhaupt nicht - denn sie sind wesentlich schlechter lesbar als Gemeine. Der Satz von Texten mit Versalien ist eine typische DTP-Unsitte und gibt dem Inhalt, im Gegensatz zur Meinung ihrer Urheber, keineswegs mehr Bedeutung, sondern hält eher vom Lesen ab.

Versalziffer

Ziffern in gleicher Höhe der Versalien = K 123

Vierfarbauszüge

Farbauszüge für den Vierfarbdruck in den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz

Vierfarbdruck

Allgemein übliches Druckverfahren für farbige Druckprodukte mit den Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz

Vierfarbraster

Rasterung für die Darstellung von Farben im Vierfarbdruck

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Web-sichere Farben

Websafe Colors. Farben, die von allen Browsern gleich angezeigt werden. In jedem Farbkanal (Rot, Grün und Blau) muss entweder eine 0 oder ein durch 51 teilbarer Betrag eingetragen sein.

Weißabgleich

Einstellung der Digitalkamera auf die Lichtbedingungen.

Weißpunkt

siehe Schwarzpunkt und Weißpunkt

Weißraum

Unbedruckter Raum auf einer Seite Werkschrift (auch Brotschrift oder Textschrift; die in einem Text benutzte Grundschrift)

Widerdruck

Bei doppelseitig bedruckten Vorlagen nennt man das Gedruckte, das sich auf der abgewandten Seite des Blattes befindet, den Widerdruck. Der Widerdruck kann bei dünnen Papiersorten durchscheinen und vom Scanner mit erfasst werden; die Vorderseite wird auch Schöndruck genannt. Je nach Papierherstellung ist die Schichtseite des Papiers glatter und kann ein berillanteres Druckbild darstellen als die rauhere untere Siebseite für den Widerdruck.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

XML

Die Extensible Markup Language (XML) entwickelt sich zur Grundlage vieler Dateiformate. Sie dient als Standard für die Beschreibung von Daten. XML-Dateien können in alle möglichen anderen Dateiformate – wie etwa HTML oder PDF – umgewandelt werden. XML wird auch von Apple bei den Property Listen verwendet.

   
Christoph Grüder, Layout für Print und Web

Zeilenabstand

Der von Grundlinie zu Grundlinie gemessene Abstand zweier Zeilen

Zeilendurchschuss

Auch: Zeilenzwischenraum; zur Schriftgröße zusätzlicher Abstand der Zeilen. Bei einer Schriftgröße von 10 Punkt und einem Zeilenabstand von 12 Punkt beträgt der Durchschuss 2 Punkt. Ist der Zeilendurchschuss gleich Null, wird die Satzform auch als Compressed bezeichnet.

Zentriert

Flattersatz auf Mittelachse bzw. Ausrichtung von Objekten in Bezug auf eine Achse. Sollte im Schriftsatz nur für kurze Texte verwendet werden.

ZIP

Verlustloses Kompressionsverfahren für Dateien und Bilder, auch in Mac OS X 10.3 integriert.

Zulaufen

Negative (weiße) Rasterpunkte, deren Größe oberhalb der Druckbarkeitsgrenze liegt, können »zulaufen&«, das heißt: nicht mehr differenziert gedruckt werden. Dies entsteht durch die Quetschung der Farbe durch die Druckplatte auf dem Papier.

Zwiebelfisch

Einzelne Letter eines anderen Schriftgrades –schnittes oder einer anderen Schriftfamilie innerhalb einer Zeile. Ein Setzerfehler, der durch unsorgfältiges Einsortieren von Bleilettern nach dem Druck in die Setzkästen verursacht wurde.